Mehrfarbdruck erklärt: AMS, CFS & Co. für Einsteiger

26. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

Mehrfarbige 3D-Drucke waren lange Profis vorbehalten. 2026 ist Mehrfarbdruck auch für Einsteiger erschwinglich – hier erklären wir, wie die Technik dahinter funktioniert.

Wie funktioniert Mehrfarbdruck überhaupt?

Ein normaler FDM-Drucker verarbeitet zu jedem Zeitpunkt nur ein Filament. Für Mehrfarbdruck gibt es zwei grundlegend unterschiedliche Ansätze:

Die wichtigsten Systeme im Vergleich

SystemHerstellerFarbenBesonderheit
AMS / AMS liteBambu Labbis zu 16 (mit mehreren Einheiten)Ausgereiftestes System, große Materialdatenbank in der Software
ACE / ACE ProAnycubicbis zu 4Trocknet Filament teils während des Drucks
CFS / CFS NanoCrealitybis zu 4Auch als kompaktere „Nano"-Version für kleinere Drucker
IFSFlashforgevariabelFlexibel anpassbar für unterschiedliche Materialkombinationen

Lohnt sich Mehrfarbdruck für Einsteiger?

Das kommt auf dein Projekt an. Für einfache zweifarbige Logos oder Beschriftungen reicht oft ein manueller Filamentwechsel während des Drucks – kostenlos, aber umständlich. Für komplexere Modelle mit vielen Farbwechseln lohnt sich ein automatisches System, verursacht aber Mehrkosten (meist 100–200 € zusätzlich zum Basisdrucker) und etwas mehr Materialverschnitt durch Spülvorgänge beim Farbwechsel.

Praxistipp: Starte mit einem Modell ohne Mehrfarbsystem und rüste bei Bedarf nach – viele Hersteller (z. B. Bambu Lab beim A1) bieten das Basismodell und die Combo-Variante mit System zum Vergleich an.

Einsteiger-Drucker mit Mehrfarbdruck (Stand 2026)

Die vollständige, filterbare Übersicht mit allen 38 geprüften Modellen findest du in unserem 3D-Drucker-Berater – einfach bei „Mehrfarbdruck" auf „Ja" filtern.