3D-Druck Grundlagen: FDM vs. SLA & wichtige Fachbegriffe
Die technischen Grundlagen des 3D-Drucks verständlich erklärt: additive Fertigung, der Workflow vom Modell zum Objekt und die zentralen Fachbegriffe, die dir als Einsteiger begegnen.
Additive Fertigung: der Workflow
- Design: Ein digitales 3D-Modell (meist im STL-Format) – selbst erstellt mit CAD-Software wie Tinkercad oder heruntergeladen von Printables.
- Slicing: Eine Slicer-Software (z. B. Cura, PrusaSlicer) zerlegt das Modell in dünne Schichten und generiert die Druckanweisungen.
- Drucken: Der Drucker baut das Objekt Schicht für Schicht auf.
- Nachbearbeitung: Support-Strukturen entfernen, schleifen oder bemalen.
FDM vs. SLA im Detail
| Kriterium | FDM | SLA |
|---|---|---|
| Preis | Günstig (ab ca. 170 €) | Teurer (ab ca. 170 €, oft mehr Zubehör nötig) |
| Detailgenauigkeit | Gut, sichtbare Schichtlinien | Sehr hoch, glatte Oberflächen |
| Materialien | PLA, ABS, PETG, TPU | UV-Harze (Photopolymere) |
| Nachbearbeitung | Wenig nötig | Reinigung + Nachhärtung mit Harz (teils gesundheitsschädlich) |
| Anwendung | Große Objekte, Prototypen, Ersatzteile | Miniaturen, Schmuck, filigrane Teile |
Für den Einstieg ist FDM fast immer die richtige Wahl – günstiger, einfacher zu bedienen und mit deutlich größerer Auswahl an Einsteigermodellen. Wie du daraus dein passendes Modell findest, zeigen wir in Der erste 3D-Drucker.
Wichtige Fachbegriffe
- STL-Datei: Standardformat für 3D-Modelle, das die Geometrie eines Objekts beschreibt.
- Slicer: Software, die die STL-Datei in Schichten teilt und Druckanweisungen (G-Code) erzeugt.
- Schichtdicke (Layer Height): Höhe jeder gedruckten Schicht, z. B. 0,2 mm. Kleinere Werte = mehr Detail, längere Druckzeit.
- Füllgrad (Infill): Prozentsatz des mit Material gefüllten Objektinneren – mehr Füllung heißt stabiler, aber materialintensiver.
- Support-Strukturen: temporäre Stützen für überhängende Teile, die nach dem Druck entfernt werden.
- Bauraum (Build Volume): maximale Objektgröße in X-, Y- und Z-Richtung, z. B. 220 × 220 × 250 mm.
Ein vollständiges Nachschlagewerk aller Begriffe findest du in unserem 3D-Druck-Glossar.
Tipp für den Einstieg: Ein FDM-Drucker mit automatischer Bettnivellierung nimmt dir die größte Fehlerquelle für Anfänger ab. Welche Modelle das bieten, siehe unseren 3D-Drucker-Berater.