Original Prusa MK4 im Überblick: Lohnt sich der Kauf?
Wie diese Seite entsteht
- Wir betreiben keine eigene Testredaktion mit physischen Testgeräten. Diese Analyse basiert auf Herstellerangaben, technischen Daten und der Auswertung öffentlich zugänglicher Nutzerbewertungen und Fachpresse-Tests.
- Quellen und Methodik sind transparent – wo eine Einschätzung auf Dritten beruht, ist das im Text gekennzeichnet.
Der Original Prusa MK4 ist unsere Empfehlung für Fortgeschrittene in der Bestenliste 2026 – mit 880 € deutlich teurer als die meisten Einsteigermodelle. Wir ordnen ein, wofür der Aufpreis steht.
Technische Daten im Überblick
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Preis | ca. 880 € |
| Extruder | Nextruder mit Loadcell-Sensor |
| Steuerung | 32-Bit-Mainboard mit Input Shaper |
| Besonderheit | Schnellwechseldüsen, automatische Kalibrierung |
| Bauweise | Open-Source, auch als Bausatz (Montagezeit ca. 6–8 Std.) |
| Materialien | PLA, PETG, ABS, ASA, TPU, FLEX, PC, PA, Composites |
| Durchschnittsbewertung | 4,7 / 5 |
Was die Herstellerangaben versprechen
Prusa positioniert den MK4 als direkten Nachfolger des jahrelang vielfach empfohlenen MK3S+, mit überarbeiteter Elektronik (32-Bit-Mainboard), dem neuen Nextruder-Extrudersystem mit eingebautem Loadcell-Sensor für automatische Erstschicht-Kalibrierung ohne manuelles Papierblatt-Justieren, und Input Shaper zur Vibrationskompensation bei hohen Geschwindigkeiten. Anders als die meisten Modelle in unserer Datenbank ist der MK4 komplett Open-Source dokumentiert und sowohl fertig montiert als auch als Bausatz erhältlich – Prusa gibt für den Zusammenbau 6–8 Stunden an.
Was Nutzer:innen und Fachpresse berichten
Umfangreiche Tests (u. a. Tom's Hardware, TechRadar, 3Druck.com) und Nutzerbewertungen zeichnen ein sehr konsistentes Bild – ungewöhnlich einheitlich im Vergleich zu günstigeren Modellen:
- Breiter Konsens zu Zuverlässigkeit und Qualität: Tests mit PLA und PETG zeigen kaum bis keine Stringing-Probleme, der Drucker gilt als leise, präzise und einfach zu bedienen. Mehrere Tests beschreiben "keine Schwächen in der Druckfunktion" als Fazit.
- Hauptkritikpunkt Preis: Im Vergleich zu Modellen aus Fernost wird der Preis in mehreren Tests als hoch eingestuft – gepaart mit vergleichsweise hohem Stromverbrauch gegenüber neueren, effizienteren Konstruktionen.
- Fehlende Komfort-Extras: Anders als viele günstigere Konkurrenten hat der MK4 werkseitig keine eingebaute Kamera, keinen SD-Kartenslot und keinen Farbtouchscreen – Prusa setzt stattdessen auf ein einfaches Display mit Drehregler.
- Kleine Schönheitsfehler: Beim Kontakt von Druckbett und Düse können laut einzelnen Tests kleine Filamentspuren zurückbleiben, die die allererste Schicht nicht ganz perfekt erscheinen lassen.
Für wen eignet sich der Original Prusa MK4?
Der MK4 richtet sich weniger an den allerersten Drucker, sondern an alle, die über den Einstieg hinausdenken: ein offenes, extrem gut dokumentiertes Ökosystem, Kompatibilität mit technischen Materialien wie PC oder Nylon, und einer der größten Community-Supports der Branche. Wer zunächst risikoarm und günstig in den 3D-Druck einsteigen will, ist mit Modellen wie dem Bambu Lab A1 oder ELEGOO Neptune 3 besser bedient und kann bei Bedarf später aufrüsten.
Referenzqualität und einer der besten Community-Supports der Branche – für alle, die langfristig in ein offenes Ökosystem investieren wollen.
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Häufige Fragen zum Original Prusa MK4
Ist der Prusa MK4 für Anfänger geeignet?
Technisch ja, dank automatischer Kalibrierung auch ohne Vorkenntnisse bedienbar. Preislich richtet er sich aber eher an Einsteiger:innen mit größerem Budget oder an alle, die über den ersten Drucker hinausdenken.
Lohnt sich der Prusa MK4 als Bausatz gegenüber der fertig montierten Variante?
Der Bausatz ist günstiger, erfordert laut Hersteller aber 6–8 Stunden Montagezeit. Für alle, die daraus auch lernen wollen, wie der Drucker funktioniert, ist das ein zusätzlicher Vorteil.
Was fehlt dem Prusa MK4 im Vergleich zu günstigeren Druckern?
Werkseitig keine eingebaute Kamera, kein SD-Kartenslot und kein Farbtouchscreen – Komfort-Features, die bei vielen günstigeren Modellen aus Fernost mittlerweile Standard sind.